Inhaltliche und didaktische Ziele im 3. Semester
1. Wie kann man den Grammatikunterricht spannender gestalten für die Schüler?
2. Was bedeutet Grammatik für mich als Deutschlehrerin?
3. DaF unterrichten - ein Koffer voller Aktivitäten und Materialien S. 145- 153. Wie kann man mehr Leben und Lust zum Lernen ins Klassenzimmer bringen?
4. Ich möchte gerne mehr über Bewegung im Unterricht lernen und praktische Beispiele dazu?
VERTIEFUNG:
1. Wie kann man den Grammatikunterricht spannender gestalten für die Schüler?
Der Text "Grammatik und Motivation" von Wilfried Krenn hat mir einen guten Einblick in die Thematik gegeben. Folgende wichtige Punkte und Aufgabentypen haben mich inspiriert:
a) Darauf ist zu achten:
Beim Einsatz von „Spielformaten“ und Grammatikübungen im Unterricht sollten wir immer darauf achten,
- dass dabei die für die Lerner relevanten Strukturen auch wirklich wiederholt verwendet, das heißt geübt werden,
- dass der Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung angemessen ist und
- dass sinnvolles individuelles Feedback gegeben werden kann.
- dass Ziele der Aktivität formuliert werden
b) Motivierte Lehrerinnen und Lehrer
Als Lehrerinnen und Lehrer können wir nicht auf alle Faktoren, die die Motivation der Lerner beeinflussen, einwirken. Motivation ist ein zu umfassendes, komplexes Phänomen, als dass einfache Lösungsvorschläge zu sicheren Resultaten führen könnten.
Andererseits ist Motivation eine so grundlegende Voraussetzung dafür, dass Lernen überhaupt stattfindet, dass die Beschäftigung mit diesem Phänomen nicht Nebensache sein darf. Ein Grundprinzip eines humanistisch orientierten Fremdsprachenunterrichts wird dabei deutlich: Wir unterrichten Menschen, nicht die Sprache.
Was häufig zu wenig beachtet wird, ist die Motivation des Lehrers/der Lehrerin, die im interaktiven System Unterricht direkte Auswirkung auf die Motivation der Lerner hat. Wenn die Erwartungshaltung an den motivierenden Effekt der beschriebenen Aktivitäten nicht zu hoch ist, wenn man als Lehrer seinen Lernern gegenüber neugierig und interessiert bleiben kann, können die oben beschriebenen „Motivationschancen“ Chancen für Lehrer und Lerner werden.
c) gute Beispiele für aktive Grammatikübungen
Blitzpräsentation“ von Textzeilen
L präsentiert die Zeilen des Textes einzeln auf dem Tageslichtprojektor, die Lerner sollen die Zeilen aus dem Gedächtnis aufschreiben. Die Präsentation geschieht so rasch, dass es den Lernern nicht immer gelingt, die Textzeile vollständig im Gedächtnis zu behalten. Nach der Textpräsentation versuchen die Lerner in Partnerarbeit mit Hilfe ihrer Notizen den präsentierten Text zu rekonstruieren.
Da die Aufmerksamkeit der Lerner bei der Rekonstruktion der Texte sehr stark auf die Wort- und Satzebene gerichtet ist, ist es wichtig, nach der Textrekonstruktion die Aufmerksamkeit wieder auf die Textebene zu lenken. Dies kann in Form von einfachen Fragestellungen zum Text (z. B. W-Fragen: Wer? Wo? Wann? Wie? Warum? usw.) geschehen. Nur dann können die oben beschriebenen potentiell motivationsfördernden Effekte des Texteinsatzes während des Übens von Grammatik zum Tragen kommen.
Gedächtnisdiktat
L liest den Text mehrmals laut vor, die Lerner schreiben den Text Wort für Wort aus dem Gedächtnis auf.
Texte verschwinden lassen
L schreibt den Text an die Tafel. Die Lerner lesen den Text abwechselnd laut vor. L löscht nach jedem Vorlesen einige Wörter des Textes, bis der Text ganz von der Tafel gelöscht ist und die Lerner den kompletten Text aus dem Gedächtnis rekonstruieren.
Skelett-Text
L schreibt den Text in Form eines Skelett-Textes an die Tafel, das heißt, dass nur die Anfangsbuchstaben jedes Wortes aufgeschrieben werden. Die Lerner erraten oder rekonstruieren den Text.
Bilderrätsel
Der Text wird als „Bilderrätsel“ präsentiert, das heißt von einigen Wörtern werden nur die Anfangsbuchstaben vorgegeben, einige Wörter sind als Bild dargestellt.
Lügendiktat
L diktiert den Lernern mehrere Sätze mit Informationen über sich selbst. Die Sätze beinhalten Grammatikstrukturen, die geübt werden sollen. Einige der Sätze sind inhaltlich richtig, einige sind falsch. In Partnerarbeit spekulieren die Lerner darüber, welche Sätze die Wahrheit sind. Nachdem L die richtige Lösung verraten und eventuell mit den Lernern diskutiert hat, schreiben die Lerner richtige und falsche Sätze über sich selbst auf. In Dreiergruppen werden die Sätze vorgelesen und die anderen spekulieren darüber, welche Sätze gelogen sind.
Wenn … einen Wunsch frei hätte
Die Lerner notieren die Namen von fünf Personen, die sie sehr gut kennen. L schreibt einen Beispielsatz an die Tafel, in dem die zu übende Grammatikstruktur vorkommt, z. B.: „Wenn … einen Wunsch frei hätte, …“. Die Lerner schreiben für jede Person einen Satz auf, der für diese Person zutrifft. In Dreiergruppen lesen die Lerner ihre Sätze vor und erzählen ihren Kollegen etwas über diese Personen.
Adjektivübung
L schreibt der Reihe nach Nomen mit Adjektivattributen an die Tafel, die er zu einem bestimmten Thema assoziiert (z. B.: harte Arbeit, schwer verdientes Geld, gefährliche Medikamente, ein begeistertes Publikum, eine kurze Karriere, ein sadistisches Training, usw.). Die Lerner versuchen, das Thema zu erraten (Lösung: Spitzensport). Danach sammeln die Lerner in Dreiergruppen möglichst viele Nomen mit Adjektivattributen zu einem vorgegebenen Thema (mögliche Themen: Kino, Fliegen, Wasser, Sehen, Familie, usw.). Die Gruppen präsentieren ihre Assoziationen und ihre Kollegen versuchen, das Thema zu erraten, das der Gruppe vorgegeben wurde. Die Gruppe, die am meisten Wörter präsentieren kann, ohne dass ihr Thema erraten wird, hat gewonnen.
Aktivität 1: Komparation von Adjektiven
L schreibt die Grundstufe verschiedener Adjektive auf Papierstreifen. Die Lerner arbeiten in Partnerarbeit. Lerner A dreht sich zur Wand, Lerner B blickt zum Lehrer. Der Lehrer zeigt das erste Adjektiv, Lerner B schreibt die Komparativform des Adjektivs mit dem Finger auf den Rücken von Lerner A, jeden Buchstaben einzeln. Lerner A schreibt die Superlativform auf ein Blatt Papier. Nach fünf Adjektiven werden die Resultate verglichen. Die Lerner tauschen die Rollen, es werden noch einmal fünf Adjektive präsentiert.
Aktivität 2: Partizipien
Auf einer Folie werden Infinitive von Verben, die vor kurzem gelernt wurden und geübt werden sollen, gesammelt. Der Lehrer formt das Partizip II der Verben nur mit dem Mund, ohne Stimme. Die Lerner schreiben das Partizip II auf. Nach fünf Verben werden die Resultate verglichen.
2. Was bedeutet Grammatik für mich als Deutschlehrerin
grundlegenede Sprachauffassung
- Unsere offiziellen Lehrpläne basieren auf einer funktional-kommunikativen Sprachauffassung.
- Entwicklung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.
„Im Fremdsprachenunterricht in der Schule ist es das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, in der Zielsprache zu kommunizieren. Die Sprache ist ein Werkzeug, das die Lernenden brauchen, damit sie mit anderen Sprachbenutzern in der Welt in Kontakt treten können.“ (EMU)
Wir bekamen folgende Reflektionsfrage:
Denke über deinen Grammatikunterricht als einen Baum nach und ordne im Bild die verschiedenen Merkmale ein, die deine Gedanken und deine Praxis kennzeichnen. Ordne sie in eine Prioritätenreihenfolge:
Wurzeln: Lehrerausbildung – mein Wissen über Grammatik – eigene Erfahrungen als Schüler/in – Einfluss meiner Sprachlehrer/innen – Einfluss von Kolleg/innen – Anforderungen von Schule, Schüler/innen, Eltern, ministerielle Vorgaben – Zeitfaktor – Unterrichtsmaterialien
Stamm: Impliziter Grammatikunterricht – expliziter Grammatikunterricht – induktiver Ansatz – kontrastiver Ansatz – Fokus auf Sätze – Grammatikunterricht als Lückentextarbeit
Baumkrone: Einsetzübungen – kommunikative Aufgaben – Besprechung grammatischer Fehler im Plenum – mündliche grammatische Erklärung für einzelne Schüler/innen – die Schüler/innen arbeiten im Unterricht mit Fehlerkorrekturen – die Schüler/innen setzen sich zu Hause mit schriftlichem Feedback auseinander – kommunikative Aktivitäten, in denen im Unterricht gesprochen wird
Es war wichtig für mich mich mit möglichen Elementen im Grammatikunterricht auseinanderzusetzen!
Grundsätzlich kann ich sagen, dass der kommunikative Grammatikunterricht meiner eigenen Überzeugung entspricht. Ich wurde sehr bestätigt in der Sichtweise, Grammatik als funktionell zu betrachten und Grammatikübungen als hilfreichen Zusatz zu kommunikativen Aufgaben anzubieten - siehe Punkt 1.
3. DaF unterrichten - ein Koffer voller Aktivitäten und Materialien S. 145- 153
In diesem Abschnitt werden viele tolle Ideen vermittelt, wie man den Sprachunterricht aktiv und in Bewegung gestalten kann. Das hat mich sehr inspiriert und auch bestätigt in meiner Sichtweise in Bezug auf was zum einem interessanten Sprachunterricht gehört. Hier erwähne ich einige der Übungen, die ich spannend finde und teilweise auch selbst schon im Unterricht ausprobiert habe:
1. Kosh-Ball: Dieser ist weich und lässt sich gut fangen. Zudem besteht er aus Gummifäden, was einen interessanten kinästhetischen und haptischen Reiz gibt und damit den Unterricht auflockert. Dieser Ball und auch andere Wurfmaterialien lassen sich gut für Reihen- und Kettenübungen anwenden.
2. Bilder: Bilder lassen sich auf vielfältige Art im Unterricht einsetzen
- Wortschatzarbeit
- Einstieg in ein bestimmtes Thema
- Vorentlastung vor einer Lese- oder Höraktivität
- Rede- und Schreibanlass
3. Brettspiele: gefüllt mit passendem Inhalt des Unterrichts, was Wortschatzarbeit, Sprechübungen und Bewegung im Unterricht fördert.
4. Kartenspiele: z.B. Quartett oder Kartenpaare (Memory) fördern das Erlernen des Wortschatzes in spielerischer Art und Weise.
5. Musik und Tanz: Musik und tanz schaffen Atmosphäre und lockern die Stimmung im Klassenzimmer auf. Es gibt viele Lieder, die einerseits Wortschatz fördern und Bewegung auslöst. Außerdem kann Musik auch zu Schreibanlässen benutzt werden.
4. Ich möchte gerne mehr über Bewegung im Unterricht lernen und praktische Beispiele dazu?
Ich wurde sehr, von der o.a. Internetseite TK Die Technikker, inspiriert. Der Titel lautet so: "Besser lernen in Bewegung". Hier wird erklärt warum Bewegung in der Schule und im Unterricht gut ist. Zudem werden auch praktische Tipps und Übungsvorschläge erwähnt. Meiner Meinung nach sind alle erwähnten Übungen toll, jedoch möchte ich hier die Übungen aufzählen, die am besten für den Deutschunterricht an dänischen Grundschulen passen (ab 6. Klasse):
Fliegendes Tuch
Mit dieser Übung aktivieren Sie die Kinder und fördern ihre Körperwahrnehmung und ihre visuelle Wahrnehmung. Sie brauchen dazu viele leichte bunte Chiffontücher. Die gibt es zum Beispiel bei Anbietern von Schul-, Sport- und Freizeitbedarf. Jedes Kind erhält ein Chiffontuch und probiert aus, wie es das Tuch zum Schweben und Fliegen bringen kann. Sie können es hochwerfen und mit den Händen auffangen, aber auch mit anderen Teilen des Körpers. Wie hoch kann das Tuch fliegen? Können die Kinder sich einmal drehen, bis es wieder nach unten fällt? Und schaffen sie es, das Tuch in Bewegung zu versetzen, ohne es anzufassen, einfach durch Pusten?
Bierdeckel balancieren
Mit dieser Balanceübung lockern Sie die Kinder nach anstrengenden Unterrichtsphasen wieder auf und fördern Gleichgewichts- und Berührungssinn. Sie brauchen dazu ein paar Bierdeckel. Lassen Sie die Kinder einen oder zwei Bierdeckel auf Arm, Handrücken, auf dem Kopf oder einem anderen Körperteil durch die Klasse balancieren. Das ist gar nicht so leicht.
Silbentrennung mit Familie Meier
Familie Meier isst keine Eier - was isst sie denn dann? Bei diesem Spiel lernen die Kinder spielerisch die Silbentrennung. Lassen Sie dazu die Silben der Lieblingsspeisen von Familie Meier auf große Blätter schreiben. Zum Beispiel: SUP-PE, NU-DEL-SA-LAT, SCHO-KO-LA-DEN-PUD-DING und BLU-MEN-KOHL. Mischen Sie die Blätter gut. Dann bekommt jedes Kind ein Blatt mit einer Silbe. Nun suchen sich die Kinder die anderen Kinder, mit deren Silben sie zusammen die ganze Speise darstellen.
Präpositionen im Zoo: Hier geht's drunter und drüber
Dieses Spiel hilft, die Bedeutung der Präpositionen zu vermitteln - und ist zugleich eine tolle Bewegungspause. Der Klassenraum wird zum Zoo. Sie selbst sind der Zoowärter oder die Zoowärterin, die Kinder die Tiere. Die Stühle im Klassenraum werden zu Bäumen. Nun sagen Sie den Tieren an, wo sie sich aufhalten sollen - zum Beispiel "unter dem Baum", "auf dem Baum", "neben dem Baum". Sie können die Kinder zusätzlich anregen, sich zwischendurch im Raum zu bewegen. Sie werden wahrscheinlich spontan Tierbewegungen nachahmen. Die Rolle des Zoowärters oder der Zoowärterin können Sie anschließend auch ein Kind übernehmen lassen.
Verzaubert
Mit dieser Übung stärken Sie neben der Konzentration auch die Fähigkeit der Kinder, ihre Körperspannung zu dosieren. Sie brauchen dazu einen Zauberstab - zum Beispiel aus ein paar fest zusammengerollten Zeitungsblättern - und einen Gong, eine Triangel oder ein anderes akustisches Signal. Zur Not tut es auch Ihre Stimme. Ein Kind spielt bei diesem Spiel den Zauberer oder die Zauberin. Die anderen Kinder versuchen, vor ihm oder ihr davonzulaufen. Wenn diese oder dieser mit dem Zauberstab ein Kind berührt, versteinert es und kann sich nicht mehr bewegen - bis Sie den Zauber wieder lösen, indem Sie auf Gong oder Triangel schlagen. Wählen Sie dann ein anderes Kind als Zauberer oder Zauberin aus, zum Beispiel das zuletzt versteinerte Kind. Dann beginnt das Spiel wieder neu.
Balancierkunst
Diese Übung trainiert sowohl die Konzentration als auch den Gleichgewichtssinn. Die Kinder steigern ihre Fähigkeit, ihre eigene Bewegung differenziert zu steuern. Jedes Kind braucht dazu ein Lineal und ein Radiergummi oder ein anderes kleines Schulmaterial aus der Federtasche. Lassen Sie die Kinder ihre Radiergummis auf ein Ende ihres Lineals legen und fordern Sie sie auf, sich damit durch den Klassenraum zu bewegen. Ermuntern Sie sie dabei, immer schwierigere Wege zu finden. Zum Beispiel um Stühle und Tische herumlaufen, in die Hocke gehen, unter einem Tisch hindurchkriechen oder rückwärts gehen.
Hör-Quiz
Mit dem Hör-Quiz fördern Sie die Konzentration und differenziertes Hören. Sie brauchen dazu ein paar Materialien, mit denen sich Geräusche erzeugen lassen. Zum Beispiel Papier- oder Plastiktüten, Holzstäbe, Zeitungspapier oder einfache Musikinstrumente. Lassen Sie die Kinder sich im Kreis hinsetzen und die Augen schließen. Sie oder ein von Ihnen ausgewähltes Kind erzeugen ein Geräusch mit einem beliebigen Gegenstand. Sie können zum Beispiel mit einer Papiertüte rascheln, Zeitungspapier zerreißen oder einen Ball auf den Boden werfen. Die Kinder raten, wodurch das Geräusch entstanden ist. Sie können sich auch sehr leise durch den Klassenraum bewegen, bevor Sie das Geräusch machen. Dann zeigen die Kinder zusätzlich noch mit dem Arm in die Richtung, aus der das Geräusch kam.
Sitz-Experimente
Beim Sitzen selbst ist die wichtigste Regel: Es soll bewegt sein. Die Kinder sollten ihre Sitzposition laufend verändern. Und: Recken und Strecken ist immer gut. Es entlastet die Wirbelsäule und spannt und entspannt die Muskeln im Wechsel. Lassen Sie die Kinder mit dem Sitzen experimentieren und die für sie attraktivsten Positionen herausfinden. Ermuntern Sie sie, sich alle zehn bis fünfzehn Minuten anders hinzusetzen. Auf einem Stuhl geht das zum Beispiel so:
Verkehrt herum im Reitsitz, die Arme können auf der Lehne aufgestützt werden.
Auf dem vorderen Teil der Sitzfläche, das unterstützt die Aufmerksamkeit.
Sich ganz auf die Sitzfläche setzen und dabei nach hinten lehnen, das streckt und entlastet die Wirbelsäule.
Seitlich zur Rückenlehne, sich dabei mit dem Arm auf dem Tisch abstützen. Diese Position eignet sich gut zum Zuhören.
Ballmassage
Für die entspannende Massage brauchen Sie für jedes zweite Kind einen kleinen Ball, zum Beispiel Igel-, Soft- oder Tennisbälle. Lassen Sie die Kinder Paare nach Wunsch bilden. Jeweils ein Kind setzt sich verkehrt herum auf den Stuhl und legt die Arme auf die Rückenlehne. Das andere Kind steht oder sitzt dahinter und rollt den Ball auf dem Rücken des Partners hin und her - mal mit mehr, mal mit weniger Druck. Wie fest der Druck sein soll, bestimmt das Kind, das massiert wird. Weisen Sie darauf hin, dass nicht auf der Wirbelsäule massiert wird, sondern nur rechts und links davon. Nach einer Weile lassen Sie die Kinder die Rollen tauschen.
Rückenbilder
Rückenbilder malen entspannt, schafft sozialen Kontakt und fördert die Körperwahrnehmung. Bilden Sie Paare. Ein Kind setzt sich rittlings auf den Stuhl, das andere stellt oder setzt sich daneben und malt mit dem Finger eine Zahl, einen Buchstaben oder ein beiden bekanntes Symbol auf den Rücken des Partners. Lassen Sie die Kinder raten, was ihnen auf den Rücken gezeichnet wurde. Oder sie zeichnen das Rückenbild selbst auf ein Blatt Papier. Auch hier lassen Sie die Kinder danach die Rollen tauschen.
Entspannungskarussell
Diese Übung entspannt und fördert die Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit. Sie brauchen dazu ein paar Federn, Tücher oder weiche Bälle. Lassen Sie die Kinder die Hälfte der Stühle im Kreis aufstellen, am besten mit der Rückenlehne nach innen. Jeweils ein Kind setzt sich rittlings auf einen Stuhl und legt Arme und Oberkörper entspannt auf die Lehne. Die anderen Kinder gehen von einem zum anderen Kind und berühren sie leicht am Rücken. Dazu benutzen sie einen weichen Gegenstand, den sie sich vorher ausgesucht haben. Nach einer Weile raten die Kinder im Kreis, von welchen Gegenständen sie berührt wurden. Dann die Rollen tauschen lassen.
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